Tönning liegt an der Eider, auf Eiderstedt, und war über Jahrhunderte ein Handelshafen: zuerst als Umschlagplatz der Wikingerzeit, später für Käse, Getreide und die Fracht des Eiderkanals. Heute geht es am Hafen ruhig zu, mit Cafés, Fischbrötchen und Friesentorte. Hier erzählen wir die Stadtgeschichte Schritt für Schritt; was du rund um Tönning unternehmen kannst, steht unter Nordseeurlaub ab Tönning auf Eiderstedt.
Wikingerzeit: die Siedlung am Elisenhof
Erstmals erwähnt wurde Tönning 1187. Doch Spuren in Olversum, in der Nähe von unserem Hotel be natural, zeigen eine noch viel ältere Geschichte. Bereits im 8. Jahrhundert bestand die Siedlung am Elisenhof, am Ufer der Eider. Archäologische Ausgrabungen belegen, dass dies bereits zur Wikingerzeit ein wichtiger Umschlagplatz für Waren auf der Handelsroute nach Haithabu war.
St. Laurentius: die Kirche über der Stadt
Weithin sichtbar ist die Kirche St. Laurentius, deren Ursprung in das Jahr 1186 zurück reicht. Sie wurde über die Jahrhunderte immer wieder umgebaut, erweitert und aufgrund von Kriegszerstörungen wieder aufgebaut. Der Kirchturm ist mit 62 Metern einer der höchsten der Region. Und nicht nur der Turm beeindruckt. Der barocke Innenraum, das ausgemalte Tonnengewölbe, ein Lettner mit Empore, der Altar und drei große Epitaphe gehören zu den besonderen Schmuckstücken der Kirche.
Marktplatz und Stadtrecht 1590
Rund um den Marktplatz, der nur wenige Schritte vom be active entfernt liegt und auf dem auch heute noch jeden Montag der Markt stattfindet, zeugen viele Häuser von der Blütezeit der Stadt. 1590 erhielt Tönning (zusammen mit Garding) Stadtrechte und wurde so zur ältesten Stadt Nordfrieslands.
Der Hafen: Käse, Grenzfluss, Eiderkanal
Direkt an der Eider gelegen, wurde der Hafen bereits 1616 ausgebaut. Die Eider war und ist ein Grenzfluss – zwischen den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen, zwischen Schleswig und Holstein, bis 1806 als Nordgrenze des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und bis 1864 als Grenzfluss zu Dänemark.
Dank des Hafens wurde das „Städtelein Tönning“ zum Umschlagplatz für Getreide, Speck und vor allen Dingen Käse. Allein im Jahr 1615 sollen über 3 Millionen Pfund Käse verkauft worden sein.
Mit der Eröffnung des Eiderkanals 1784, der ersten Verbindung zwischen Nord- und Ostsee, florierte das Geschäft weiter. Aus dieser Zeit stammt auch das große Packhaus am Hafen. Auf 4.000 m² Lagerfläche wurden die Handelsgüter, zu denen jetzt auch Bier, Holz, Felle, Kaffee und exotische Gewürze gehörten, gelagert. Aufgrund der Elbblockade wurden von 1802 bis 1807 viele der für Hamburg bestimmten Waren nach Tönning geliefert. Eine Vielzahl an Händlern und Kaufleuten zog in die Stadt. An vielen alten Häusern befinden sich heute kleine Tafeln, welche die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner darstellen.
1895: der Nord-Ostsee-Kanal und die Stille danach
Mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals 1895, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal, nahm die Bedeutung des Eiderkanals und somit auch des Hafens kontinuierlich ab. Geblieben ist eine historische Stadt, lebendig, gemütlich, liebenswert.
Tönning heute
Ein wunderbarer Urlaubsort und ideal für Ausflüge in die Umgebung. St. Peter-Ording mit seinem großen Sandstrand, die Theodor-Storm-Stadt Husum, die Inseln und Halligen, Dänemark und die Ostsee sind Tagesausflüge. Oder doch lieber die entspannte Atmosphäre genießen? Du hast die Wahl. Wir helfen dir gerne bei deiner Urlaubsplanung.
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